Roadmap
zum ökonomisch effizienten und innovativen Klimaschutz
Nationale Ebene
(i.d.R. Zwischenlösungen bis zu einem entspr. EU-weitem Regime)
1. CO2-Abgabe
- Umwandlung der Öko- und Stromsteuer in eine CO2-Abgabe
- Rückgabe der Einnahmen an die Bevölkerung pro Kopf (Energiegeld).
- Jährliche Anhebung bis nationale Klimaschutzziele erreicht sind.
- Energiepreise sollen aber nur maximal 20 % über EU-Niveau liegen.
2. Stromerzeugung
- Fossile Brennstoffe
Stromhändler müssen heute bereits den Energiemix ihres Stroms ausweisen. Damit ist eine CO2-äquivalente Besteuerung möglich. Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien und KWK-Förderung können langfristig abgebaut werden. Es wäre fatal den wesentlichen Teil der Stromerzeugung langfristig über subventionierte staatlich festgelegte Preise abwickeln zu wollen. - Kostenwahrheit auch bei der Atomenergie
- Schrittweise Anhebung der Deckelung der Betriebshaftpflicht.
- Ausgleich des Zinsvorteils durch Endlagerungs- und Rückbaurückstellungen.
3. Beispiele für eine Ökoklogische Finanzreform
- Angleichung Energiesteuer auf Diesel und Benzin.
- Weitere Absenkung der Entfernungspauschale. Langfristig sollte das Pendeln zur Arbeit höchstens zeitlich befristet subventioniert werden (Subjektförderung).
- Luftverkehr (Zwischenlösungen bis zu entspr. EU-weitem Regime)
- Flugbenzin in die normale Energiebesteuerung + CO2-Abgabe so weit wie möglich integrieren bzw. kompensative Zwischenlösungen, wie z. B. Ticketabgabe.
- Aufhebung Umsatzsteuerbefreiung für Fernflüge.
EU-Ebene
EU-weite CO2-Abgabe oder EU-weiter Zertifikatehandel, welche(r) aller CO2-Emissionen umfasst:
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Bei einem Zertifikatehandel könnten die derzeitige jährliche Emissionsmenge in der EU versteigert werden. Jeder der fossile Brennstoffe in den Verkehr bringt, müsste entsprechende Zertifikate nachweisen.
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Einnahmen aus einer CO2-Abgabe bzw. aus der Versteigerung der Zertifikate, könnten auf nationaler Ebene pro Kopf an die Bevölkerung zurückgegeben werden.
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CO2-Abgabe wird so lange kontinuierlich angehoben bzw. Zertifikatsmenge abdiskontiert bis international eingegangene Reduktionsverpflichtungen erfüllt sind. Anhebungen oder Abdiskontierungen sollten zeitlich progressiv angelegt sein.
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Es sollte geprüft werden, ob ein Grenzausgleichssystem gegenüber dem EU-Ausland möglich ist (z. B.: Allphasen-Primärenergiesteuer), so lange ein ausreichendes internationales Regime (s.u.) noch nicht vereinbart wurde.
Internationale Ebene - Post-Kyoto-Regime
Hinweis: Ein mögliches Post-Kyoto-Regime wird ausführlich in einer geplanten Buchveröffentlichung "Nur der Egoismus kann das Klima noch retten" beschrieben.
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Die tatsächlichen Treibhausgasemissionen eines jeden Landes in einem zu vereinbarenden Basisjahr werden zertifiziert und damit international handelbar gemacht.
- Die zertifizierte Menge eines Landes wird bis 2050 jährlich so
verändert, dass (1) insgesamt das Zwei-Grad-Ziel eingehalten wird und
(2) in 2050 die Zertifikatezuteilung grundsätzlich auf den Prinzip one
man - one right beruht. Allerdings sollten die Bevölkerungszahlen
weitgehend auf ein Basisjahr eingefroren werden.
- Damit müssen Länder mit heute überdurchschnittlichen
Pro-Kopf-Emissionen höhere Abwertungen hinnehmen als Länder mit eher
durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen. Länder mit weit
unterdurchschnittlichen Emissionen würden sogar ein Aufwertung
erhalten.
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Jeder Staat muss jährlich nachweisen, dass für die in seinem Land in Umlauf gebrachten fossilen Brennstoffe genügend Zertifikate vorhanden waren.